Alexander Renz – Viergestrichenes E

Gefesselt und verstrickt im eigenen Zwang,

gestresst und erstickt vom unbändigen Drang,
scheinbar unendlicher Kampf,
schlafraubend, kräftezehrend und krank,
nervenflatternd, still entbehrend zu lang,
stillschweigende Aufschreie,
die von der Schädeldecke wiederhallen:
Warum muss das so sein?!
Und der Tinnitus pfeift ein fröhliches Lied.
Und der Wahnsinn feiert seinen törichten Sieg.
Nur der trotzige Bock bleibt, weil er noch sein Möglichstes gibt.
Nicht so.
So nicht!
Aufbegehrendes Feuer und die brennende Welt vor Augen,
zu verlieren gibt es nicht mehr viel, außer des Glaubens
an eine Kraft namens Liebe
und den Willen zu leben,
der dahinter steckt.
Existenzen in Trümmern
mit Schutt und Asche bedeckt.
Albtraumszenarien, in denen die Hoffnung kläglich verreckt
und keiner ist da,
der mich aufweckt.
Nur der trotzige Bock bleibt, weil er sein Möglichstes gibt.
Und der Wahnsinn feiert noch immer seinen törichten Sieg.
Und der Tinnitus pfeift sein fröhliches Lied
im Takt der Nulllinie.

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