Antonia Currle – Die Sache mit der Angst

Herzklopfen, Ohrenspitzen, flaues Gefühl im Bauch und unter den Achseln
schwitzen.
Darf ich vorstellen, das ist Angst, die große Schwestern vom Zweifel, sie ist die
Vorwarnung, bevor ihm was einfällt.
Sie ist da um mich zu schützen und hat viele Facetten, am Anfang dachte ich, sie
ist ein dunkler Schatten und verflüchtigt sich nicht. Wir haben uns kennen
gelernt und gesprochen, nun hör ich sie ununterbrochen. Doch ergreift sie mich
nicht mehr, macht mich nicht lahm, sondern zeigt all ihre Seiten, mal eiskalt,
mal warm.
Sie ist mächtig und prächtig, in ganz verschiedenen Farben und Formen,.
Mal wie ein Faustschlag, plötzlich, erschreckt.
Mal sanft ansteigend, über tage hinweg unentdeckt.
Mal hält sie mich fest, das atmen fällt schwer.
Mal lässt sie nur durch Gedanken kreisen, alle anderen Gefühle vereisen.
Mal ist sie undurchdringlich, wie Nebel aufsteigend, dann übertragend von
anderen Seiten.
Mal aus dem Instinkt, weiß doch jeder, dass Spinnen höchst gefährlich sind.
Angst vor der Angst und Angst vor Gefühlen, Angst verletzlich und nicht gut
genug zu sein, Angst die kälte zu spüren, verlassen, allein und ganz klein, ja all
das kann meine Angst sein.
„Hörst du mich Gefahr, ich lach dir ins Gesicht, hahahah“
Dahinter spricht Angst, nur der stolz ist zu groß um auf sie zu hören und sie zu
mögen.
Doch wir haben uns getroffen und alle Szenarien durch gesprochen.
Uns versöhnt und umarmt, nicht mehr tief im inneren weggeschlossen.
Hallo meine Liebe, schön dich zu sehen aber nun darfst du in dein Zimmer
gehen.
Sie macht sich nicht mehr ganz groß und lässt den anderen Gefühlen auch noch
ne Chance.
Durch eine Glasscheibe, ist sie immer dabei und warnt mich, wie schlimm es
auch sei.
Ich kann sie hören aber lasse mich nicht jedes mal von ihr stören.
Vielen dank, schön, dass es dich gibt, doch heut hab ich den Mut und die
Energie, nicht gegen dich zu kämpfen aber die Aufmerksamkeit auf das
wesentliche zu lenken.
So viel kann gar nicht passieren und wenn doch, wird zweifel das im nach hinein
nur ganz toll kommunizieren.
Und damit stell ich mich in den Sturm und schrei: „ ich bin hier, ich bin frei“

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