Juliano Gerber – Kalksteinbühne

 
 


Aus der Sicht der Tropfen segelt mein Sinnen dahin
augehoben im unendlichem Äther bilden sie Regenwolken, bald Niederschlag,
wartend bis die Schwerkraft ihres tut.

Als Folge unterträglicher Neugierde regnet es dem Erdenfesten entgegegen.
Leise ist der Fall.

Die Stille bricht mit dem Tropfen Aufprall
Heute Abend ist sie Regen, heute früh war der Regen noch Tau.

Das Wasser ehemals in Erdentiefe erreicht den Brunnen
woraus ich trank nachdem der Schatten, lebendiger Gestalt
um die Ecke geräuschlos, Entfernung gewann.

Erhalten blieb der Regen, der unabläßlich meine Sinne erweckt.
Er ist weder kalt noch lindert er.

Was soeben in mir nach Worten rang
fand es im Plätschern offenbar den Gegenpart.

Die Kalksteinbrücke wird zu einer Bühne mit einem Regenvorhang.

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