Juliano M. Gerber – Schlechtwetteranker

Die Gewißheit sie zu vermissen, hat leider so gar nicht mit Liebe zu tun.
Die dumme Gewißheit ist wie ein Loch, mehr nicht.
Kopf füllt das Loch, Loch läßt Herz bezeugen, was es nicht hat.

Ich beginne zu begreifen, daß die Einsamkeit nicht bleibt, sondern das Alleinsein
mit mir, in mir schon eher besser ist und sie wurde.

Ich würde sie so gerne sehen. Nur sie, auch nur von Weitem…

Zu sagen hätte ich vermutlich nichts.

4 thoughts on “Juliano M. Gerber – Schlechtwetteranker

  1. Hallo Benjamin,

    Wenn es mir sehr schlecht ging, egal aus welchem Grund, dachte ich an eine bestimmte Frau, die früher einen Rover fuhr.
    Wir waren mal vor langer Zeit zusammen und sie war zu der Zeit wohl das Beste an mir.
    Bei Sturm, läßt man den Anker runter, und so zerschellt man nicht an den Klippen oder anderen Schiffen.
    Einsamkeit kann nicht ewig andauern, für mich nicht. Da braucht nur die Wurstfachverkäuferin etwas Grobes/Derbes/Lustiges sagen
    und schon bin ich wieder mit dem Leben connected.
    Was bleibt, ist die Entscheidung allein zu sein, die für mich von Zeit zu Zeit Sinn ergibt. Doch der Anker kann ruhig an Bord bleiben.
    Vielleicht habe ich mich damit abgefunden, daß sie und ich nicht mehr zusammenkommen, ich akzeptiere das.

    Sie sehen, würde ich trotz allem mehr als gerne. Sollte es dazu kommen, dann sage ich Dir die Worte, die ich gewählt habe.

    Ich danke für Dein Feedback, noch mehr für Deine Präsenz mitten unter uns.
    Hoffe Dir auch am 30. April zuhören zu dürfen.

    Bis bald,

    juliano

  2. Dein Gedicht ist wirklich schön, wenn auch traurig.
    Das Zusammensein mit dieser Frau scheint dir viel gegeben zu haben. Dennoch entscheidest Du dich dafür, alleine zu sein…?

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