Petra Anker – Eintagsfliege


Mal ehrlich – Realismus ist doch nur ein Synonym für Autismus… mit dem
kollektiven Zeitgeist die Wahrheit zu kennen –
nur so konnte man sich ungeniert zu dem größten Blödsinn bekennen.
Wir reden uns sowieso nur lang genug alles ein und glauben dann es könnte
Wahr sein.
Das ist in etwas so, als stünde man vor einer Wand und 4 von 5 würden mir
sagen, dahinter sei Schloss aus goldbestickten Samt und zudem völlig
entflammt… und ich glaub das halt mal – wohl bemerkt aus zweiter Hand…
Macht nix – denn ja das gefällt mir sehr!
Denn nun kann ich sein, in meiner Welt – mein eigener Herr!
Ich fange nochmal bei Null an, werfe alle Regeln und Normen über Bord
und gründe bewusst meinen ganz eigenen Ort!
Quasi – „Ich mach mir die Welt wide-wide sie mir gefällt!“
Also lebe ich jeden Tag ein anderes Leben, stetig schreitend auf neuen
Wegen…
Ich feire als gäbe es kein morgen mehr, verliebe mich dann unsäglich, so
einmal täglich mit Fanfaren und Trompeten in den nächsten Liebeskunst-
Proleten….sterbe dann ganz märchenhaft, mit unermesslicher Leidenschaft
noch in der selbigen Nacht…
Mal bin ich dann ein Eremit der der seine Erfüllung und Erleuchtung in der
Einsamkeit sieht.
Mal ein hoffnungsloser Romantiker der alles liebt und manchmal gar nicht so
genau begreift was um ihn herum geschieht.
Mal bin ich jemand der die schmutzigen Ecken aufsucht und nur noch alles
verflucht, der die Arme gen Himmel streckt und ruft „Was soll denn der
Dreck?!“ Den Giftbecher austrinkt, noch einmal kurz nach Atem ringt – und
dann in einen tiefen Schlaf versinkt, aber dann…bin ich von neuem erwacht,
als jemand der blinzelnden aus Babyaugen – der aufgehenden Sonne
entgegen lacht….

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