Petra Anker – Befruchtet


Ich war nicht mehr alleine, das wusste ich nun seit einer Weile.
Es war mir schrecklich peinlich, wie konnte mir das nur passieren?! Ich habe doch immer so gut
aufgepasst! Lange konnte man nichts an mir erkennen und ich schämte mich so sehr, dass ich es
nicht einmal mit meinen nahstehensten Freunden oder Familien darüber sprechen konnte.
Zunächst konnte ich es gut verbergen, ich verhielt mich so gut es ging nicht anders. Ich schlug mir
Nächte um die Ohren und betrank mich noch lange, als würde ich es ertänken wollen….
Aber so wie es in mir heranreifte zeichnete es sich an meinem Köper ab, nicht nur der veränderte
sich, mein Wesen veränderte sich mit. Ich zog mich zurück, niemand merkte etwas.
Ich fühlte mich nicht gut und depessiv, bin aber nie zum Arzt gegangen ich dachte ich würde das
auch alleine schaffen. Ein Arzt hätte das nur realer gemacht. Wenn ich vielleicht zu einem Arzt
geangen wäre als es begann, vielleicht hätte er mir ein paar Tabletten gegeben und alles wäre vorbei
gewesen, aber jetzt war es zu spät – Ich würde auch nicht wollen dass mir jemand es wegnehmen
würde, es war ein Teil von mir!
Kurz bevor es dann soweit war spürte ich diese Krämpfe im Magen, die Krämpfe hielten lange an,
bevor überhaupt irgendwas geschah. Es war grauenhaft!
Ich war bei der Arbeit und lief zur Toilette und brach dann dort zusammen. Als ich wieder
aufwachte braucht ich einen Moment um mich wieder zu besinnen. Und zu meiner Überraschung
war ich unversehrt.
Ich ging einfach Nachhause, rief von Unterwegs meinen Chef an und kündigte grundlos.
Zuhause packte ich ein paar wenige Sachen und machte mich davon in die unbekannte Ferne.
Meine Idee, die in mir heranwuchs war endlich geboren und mit ihr zusammen ließ ich mein
gesamtes bisheriges Leben hinter mir.

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