Simon F. Geiger – Entscheidungsgleiten


Am Scheideweg der Möglichkeiten
scheint die Entscheidung
zu entgleiten…

Nehm ich nun den leichten Weg,
den den jeder gerne geht –
oder den, der fernab liegt?
Den einen nie begangnen Weg –
der einsam seine Bahnen zieht.

Der den leeren trüben Augen
dumpfer Einfältigkeit entflieht,
und denen die zur Trägheit taugen,
sich durch steile Anstiege entzieht.

Der Weg, der nur den wandern lässt,

der freien Geistes klaren Blicks,
sichren Fußes stolzen Schritts,
sich seinen Pfaden überlässt –
der ohne Wehmutsblick zurück,
ohne Sehnsuchtssuche Glück,
ohne je ein Ziel zu sehen,
noch bereit ist ihn zu gehen –
der trotz endlos langem Gang
niemals nach der Ankunft fragt,
niemals Richtung Götter klagt,
niemals fragt: Wie weit? Wie lang?

Und sich, trotz Tausend Möglichkeiten –
nur für den einen Weg entscheidet,
um – Blick wie Horizont geweitet –
mit der Entscheidung
zu entgleiten…

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