Ingo Heckwolf – Das Rindvieh auf der Augenweide

Da war es wieder,
dieses »Männer und Signale«,
es braucht halt schon Sirenen –
infernale.
Umarmung, Lächeln,
ausgetauschte Worte
werden uminterpretiert,
das abenteuerlistige
Junggesellengen schlicht
aufs Glatteis geführt.
Um dann einzubrechen
im unverständlichen
Selbstmitleid –
warum war das Gegenüber
nicht zu klaren Aussagen bereit?
Wenn in der süßen Selbstvorstellung
die eigene Frage auch noch
verborgen bleibt und man sich dann
in zwei verschiedenen Welten
hoffnungsfroh zu treffen meint.
Verletzt der Eine und der Andere
weiß nichts von seinem Leid.
Ja, selbst im Nachhinein,
war es nicht immer leicht.
Mit einem blauen Auge
davongekommen,
dank einer Hand auf einem Bein.
Wir sind halt alle unterschiedlich.
Doch eines besteht immer,
genauso wie die Zuversicht,
sei dir dessen gewiss,

Blicke lügen nicht!
Also rein ins Getümmel!
Gefühlschaos voraus!
Den Kopf in den Wolken,
Augen geradeaus.
Nervosität offen zeigen
verleiht dem Ganzen Brillanz –
aber bleib ehrlich zu dir
mit dem Tanzen, wenn du
es wirklich nicht kannst …
Ansonsten: Pheromone frei,
aus allen Poren, versprüh’
deine Charmeintelligenz –
Empathiekanone.
Ignoriere bewusst die Signale,
geht ja sonst auch ohne,
weil du sie ja meist eh nicht erkennst,
selbst am Quell der Hormone.
Spiel einfach frei auf
und nutz’ deine Schwächen,
auch verstohlene Blicke
zaubern ein Lächeln.
Nicht immer – ist klar,
manchmal verlierst du den Kopf,
doch eins bleibt stets wahr –
nein, nicht das mit Deckel und Topf –
es trennt uns immer nur
ein Augenblick –
zu einem echten Augenpaar.

Aus dem Gedichtband
-Traumrauchzeichenzeit
Gedichte und Taschengedanken-
ISBN 9783751934411
VÖ 25.08.2020

Link: https://www.bod.de/buchshop/traumrauchzeichenzeit-ingo-heckwolf-9783751934411

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