Juliano Gerber – Ein und vier Wände

Lasse mich annehmen, was hierher geschafft
Die Umstandstoleranz abwerfen, Zeit und Ort beherzigen
Das ansehnlich Schöne birgt auch Einwände

Zu Öde, zu gewollt, Anpassungsbieder
Bis zur Unkenntlichkeit, jetzt nicht,
vielleicht später, theoretisch praxisfremd
und insgesamt zu scheinsolide, neue Einwände

Zu laut zu durstig und stets vorteilsbedacht
Spürt kein Regen, ein Modenarr. Braucht keinen,
hatte einem, der zu sich gekommen, Einwände vorgebracht.

Vor dem Schminktisch am Ende des Abends angelangt,
da wirft der eigene Anblick, der zurückzugeben sich
zu einem Nichts anschickt und geht unverrichteter Dinge
in die Wände ein.

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