Manuel Sandmeyer – Zweieinander


Dichte Worte, dichtes Treiben
im verschlungnenen, zahrten Reigen
um des Ausdrucks Eigenheiten
wo Gefühl, Gedanken scheiden
zwischen den verschlung`nen Leibern.

Liegen dort so Haut an Haut
und scheinen eins, Bräut`gam und Braut,
doch könnt man in die Köpfe seh`n
würde man alsbald versteh`n,
würd Gedanken kreisen seh`n
die ganz in and`re Richtung geh`n.

Und flüstern sie dann sanft sich Worte von Zährtlichkeit von Mund zu Ohr,
so klingen Laute im Dazwischen und klingen anderst als zuvor
im Traumgespinste eig`nen Sinnens voll Liebe waren hübsch erdacht
und hoffnungsvoll zu beider Glücke durch unstet Luft zu Weg gebracht.

Doch trotz dem unstetigen Treiben
das die Gedanken dort beschreiben
gibts doch zum Heil was uns vereint in schwerer, harter Welt,
gemeinsam tragen wir das Schicksal das dort der Leib uns bereithält,
und uns am Ende herzlich dient im Fluche dieser Grenzenwelt
weil nur die Grenze uns vereint indem sie uns in Trennung hält.

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