Marianne Hall – Sommerglück

Das Wasser hier trägt keine Socken,
ist nackt und silbergrün ,
es will dich sanft mit Kühle locken
Du ziehst dich aus, bist kühn!

Ein Lüftchen küsst das Wasser lieb,
das Wasser atmet Wellchen
Die Sonne sich die Zeit vertrieb,
sie küsste das Forellchen.

Forellchen fühlt sich sehr beglückt,
es tanzt im Wasser fröhlich
Das macht die Algen ganz verrückt,
die Aale glotzen dämlich

Da plötzlich taucht ‘ne Wolke auf,
hoch über’m See und lacht.
Ein Regentropfen fällt heraus,
das Schilfrohr ist erwacht.

Du hüpfst hinein, in’s kalte Glück,
willst auch dazu gehör’n.
Ein Entchen ist nicht sehr entzückt,
es runzelt seine Stirn.

Du legst dich auf die Haut des Sees
und spürst Forellchens Tanz,
die Algen streicheln deinen Zeh‘,
du liebst den Abendglanz.

Libellen kitzeln trinkend
den schönen, sanften See.
Du lächelst traumversinkend,
am Ufer grast ein Reh.

Das Schwirren in der Luft,
das regenfeine Licht,
der warme Sommerduft,
willst aus dem Wasser nicht!

Nimburger Baggersee

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