Simon F. Geiger – Vierzeiler

Hinter seelischen Gardinen

verschwindet die gefühlte Welt,

emotionslose Maschinen

sind wir, bis der Vorhang fällt.

 

Ich darf wieder erstrahlen

wie Kinderaugenglanz,

denn deine Blicke malen,

zerbrochne Herzen ganz.

 

Ich möchte dich liebkosen

bis deine Seele bebt,

doch meine Pimperposen

haben dich nicht erregt.

 

Im Auge des Sturmes, von Blitzen durchdrungen,

bleiben wir schweigend im Schneetreiben stehen,

bis unsere Seelen, von Winden umschlungen,

die Flügel ausbreiten – und himmelwärts wehen.

 

Im Schutze deiner Schenkel

darf ich schlüpfrig sein,

doch schon beim Vorgeplänkel

schlaf ich glücklich ein.

 

So zwischen den Stühlen

sitzt es sich bequem,

sich verpflichtet fühlen

bleibt unangenehm.

 

Als ich die hauchfeine Hülle

von deinen Rundungen warf,

sah ich physische Fülle

und viel Handlungsbedarf.

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