Simon Felix Geiger – Sehnsuchtsschwärmerei


Den Alltag auch mal ruhen lassen
Der Rastlosigkeit Füße leihen
Die Grübelei’n in Worte fassen
Und so den Kopf vom Sein befreien

Der Heimat keck den Rücken kehren
Ein „Lebewohl“ und ein „Bis dann“
Dem Zweifel Unterschlupf verwehren
Mit breiter Brust mutig voran

Von Altbekanntem Abschied nehmen
Die traute Einsamkeit genießen
Der Sehnsucht Raum zum Träumen geben
Und Schwärmerei’n mit Wein begießen

Fernwehglocken klingen lüstern
Leise locken sie hinfort
Ihr Klang gleicht einem fernen Flüstern
Es weht der Wind der Wehmut dort

Das Ziel scheint fernab fast verschollen
Doch Füße fragen nicht nach dem „Wohin?“
Und sofern wir wirklich weiter wollen
Sind wir gemächlich auf dem Weg, dorthin

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