Katharina Bihlmann – Wie König Salomon dichtete

Er war verlassen

sein weises Hirn verbrannt

von ihrer Magie

wartete,

dass sie wiederkäme

 

Frauen der Länder

seines Reiches

züngelten Begehrlichkeit

in sein Haupt

 

Sein schönster Palast

der Welt

voller Menschen doch leer

die Speisen schal

der Prunk verbraucht

Musik verklungen

 

alles Tand

und dreckig

 

Was er sah

war stets Dichtung

denn jeder Blick

auf die Speisen

auf die Weiden vor seinen Fenstern

in die Dunkelheit

erinnerte ihn

 

Er liebte nur sie

doch

die Erkenntnis kam zu spät

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